Kaum ein Begriff wird im Schmuck so oft verwechselt wie dieser. Diamant und Brillant klingen wie zwei Dinge, meinen aber dasselbe Material in unterschiedlicher Verarbeitung. Die kurze Antwort steht oben. Die lange erklärt, warum die Form über die Wirkung entscheidet.
Diamant ist das Material, Brillant der Schliff
Ein Diamant ist ein natürlich entstandener Edelstein aus reinem Kohlenstoff. Erst durch den Schliff erhält er seine spätere Form und Lichtwirkung. Wird ein Diamant im runden Brillantschliff mit 57 oder 58 Facetten geschliffen, wird er als Brillant bezeichnet.
Andere Schliffe wie Emerald, Princess, Oval oder Baguette bleiben ebenfalls Diamanten, tragen jedoch die Bezeichnung ihres jeweiligen Schliffs. Der Brillant ist somit kein eigener Edelstein, sondern die Bezeichnung für einen Diamanten im Brillantschliff.
In einem Blick
- Diamant = das Material (Kohlenstoff, kristallin, härtester Naturstoff).
- Brillant = ein Diamant im runden Schliff mit 57 oder 58 Facetten.
- Jeder Brillant ist ein Diamant, nicht jeder Diamant ein Brillant.

Warum ausgerechnet 57 Facetten
Der Brillantschliff ist eine optische Rechnung. Die Winkel der Facetten sind so gesetzt, dass einfallendes Licht im Inneren des Steins gespiegelt und nach oben zurückgeworfen wird, statt unten auszutreten. Das Ergebnis ist die Brillanz, die dem Schliff seinen Namen gibt.
„Ein Diamant leuchtet nicht von selbst. Er gibt das Licht zurück, das man ihm gibt.“
Warum Diamonds in Glass auf den Brillanten setzt
Im Glas wird diese Eigenschaft entscheidend. Die Rundung des Glaskörpers wirkt wie eine Lupe und führt das Licht von allen Seiten an den Stein heran. Der runde Brillant nimmt dieses Licht aus jeder Perspektive auf und gibt es zurück. Ein flacher oder kantiger Schliff hätte tote Winkel. Deshalb bildet der Brillant die Grundlage jedes Stücks.
Sehen Sie, wie der Brillant im Glas zur Wirkung kommt.
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